In den letzten Monaten habe ich viel über Achtsamkeit gelernt.
Achtsamkeit ist echt etwas für Profis. Schnell kommt man vom Weg ab und baut sich sein eigenes Hamsterrad.
Ich war mitten drinnen. Umso schneller ich mich bewegte, desto langsamer wurde ich. Frust und negative Gedanken etablierten sich schneller in mir, als Unkraut auf einem Rasen.
Was war passiert?
Ganz von mir unbemerkt veränderte sich mein Leben. Nein, ich spreche nicht von blöden Gedanken. Ne, ganz handfeste Dinge sind passiert. Ich hatte mit meiner Gesundheit zu kämpfen. Eine der Sachen war: Ich hatte eine Thrombose im rechten Arm. Ganz ehrlich, etwas deutlicheres kann es kaum geben! Und doch nahm ich es nicht wahr. War halt eine Thrombose, ach ja und ein paar Zahnschmerzen und noch ein paar andere Dinge in meinem Leben. Dazu kam noch ein klein wenig privater Stress und na klar: Das Wetter! Das ist ja häufig schuld.
Ich verlor mein inneres Gefühl für meine Belastbarkeit. Meine Gedanken schwirrten um „jetzt MUSST Du aber die verlorene Zeit aufholen“.
Sollte ich als Coach es besser wissen, dass wir verlorene Zeit nicht aufholen können? Vielleicht. Doch auch als Coach bin ich noch ein Mensch.
Ganz unbewusst konzentrierte ich mich nur noch auf meine Arbeit. Die Macht des Unterbewussten ist riesig gross. Ich habe mich in der Zeit Stück für Stück verloren und damit auch meine Achtsamkeit.
In der heutigen Zeit wird viel über dieses Thema gesprochen und geschrieben. Es gibt Trainings, Coaching und sogar richtige Ausbildungen darin. Das Thema reicht von Neurowissenschaften über spirituelle Wege. Ein Punkt fällt mir dabei immer wieder ins Auge. Achtsamkeit entsteht stets durch bewusstes TUN. Das heisst, ich darf meine Gedanken trainieren, als wenn ich zur Olympiade wollte. Mal mein Buch zu lesen oder ein Gespräch zu führen, reicht dabei nicht.
Achte auf die Dinge, die Dir wirklich gut tun. Achte darauf, dass Du Grenzen ziehst. Achte darauf, Dich nicht zu verlieren und Du wirst von ganz alleine viel achtsamer mit Dir umgehen.
Achtsamkeit heisst nicht, dass Du Deiner Umgebung achtsam begegnest, sondern, dass Du gut mit Dir umgehst.
Wenn Du merkst, dass Dein Leben sich anfühlt, als wenn Du durch einen Sumpf wartest, dann fange an Dich an Deinen Haaren da wieder raus zu ziehen. Es wird kein anderer für Dich tun.
In dem Sinne: was macht Dich wirklich glücklich? Stelle Dir die Frage und überprüfe ehrlich, was hinter Deinen Antworten steckt. Werde zu Deinem eigenen Achtsamkeitsprofi.

Jan Schmiedel

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Von |2017-01-20T14:27:58+00:00Dezember 2016|News|1 Kommentar

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Ein Kommentar

  1. Sun-Mi Jung 6. Januar 2017 um 10:44 Uhr - Antworten

    Danke für diese tolle Inspiration. 😊

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